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22.02.08 18:54 Alter: 4 yrs

"Viel Asphalt und wenig Grün"

Von: Werner Lienau

Unter diesem Motto stand eine Wanderung durch den Hamburger Hafen, die unsere Barbara Kleineidam geplant und erkundet hatte. Am letzten Sonntag im Januar fanden sich 12 neugierige Wanderer um 9 Uhr, an den Landungsbrücken Brücke 3  ein um mit einem Fährschiff der Linie 62 nach Finkenwerder zu fahren. Bedeckter Himmel und ein steifer Wind aus Nordwest sorgte für starken Wellenschlag und ließ den Bug der Fähre immer wieder tief eintauchen. Nach 30 Minuten erreichten wir den Anleger Finkenwerder.

Die Wanderung begann auf dem Aue Hauptdeich des Finkenwerder Vorhafen parallel zur Finkenwerderstraße. Auf der linken Seite der Dradenauhafen mit einigen Frachtschiffen, dahinter die Anlagen der Hamburger Stahlwerke. Rechts voraus das seit kurzem wieder in Betrieb gegangene Aluminiumwerk. Wir näherten uns der A7 und mussten die Baustelle am Verkehrsknoten Waltershoferstraße durchqueren um den Durchgang am Altenwerder Hauptdeich zu erreichen. Nach Unterquerung der Autobahn kam der Turm der Denkmalgeschützten Altenwerder Kirche in Sicht, die wir bald darauf erreichten. Wir besuchten den auf der Rückseite der Kirche gelegenen Friedhof, der mit der Kirche wie eine Oase inmitten dieser Industriewüste liegt.

Nach einer kurzen Rast stellten wir fest das die Kirche geöffnet war und wurden von Gemeindemitgliedern hineingebeten. In der Kirche befindet sich eine Ausstellung von Fotos die, die Geschichte des Dorfes Altenwerder wiederspiegeln. Wir setzten unsere Wanderung fort auf einem fast zugewachsenem von Brombeersträuchern gesäumten Weg. Wir gelangten zum neuen Altenwerdersüderdeich. Von einem mit Bänken ausgestatteten Aussichtspunkt hatten wir einen guten Blick auf den Containerterminal Altenwerder, auf dem sich unbemannte Transportgeräte wie von Geisterhand gelenkt hin und her bewegten während drei große Containerschiffe be. und entladen wurden. Weiter führte der Weg auf dem Deich, rechts ein großes Spülfeld der Hafenerweiterungszone 1, links die Süderelbe. Der Blick auf die  Kattwykbrücke wurde frei, die Brücke war angehoben. „Da wird sicher gleich ein größeres Schiff die Brücke passieren“ Wir erreichten die Brücke, weit und breit kein Schiff zu sehen! Die Brücke war seid 2 Stunden wegen eines Lagerschaden in einer Seiltrommel gesperrt! Da standen wir, keine Chance die Süderelbe zu überqueren. Nach kurzer Beratung entschlossen wir uns die Route zu ändern. Auf dem Moorburger Hauptdeich wanderten wir nach Bostelbek, überquerten die B73, schlugen einen Bogen durch die Haake und beendeten unsere Wanderung nach 18 km. im Gasthaus Jägergerhof.  Bei einer Tasse Kaffee philosophierten wir wie es gewesen wäre wenn unsere Wanderung am alten Elbtunnel wie geplant geendet hätte.

Werner Lienau