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05.12.07 23:46 Alter: 4 yrs

TOP 50 - Mit Paul Huber in den Zillertaler Alpen (19.-24. August 2008)

Von: Alfonsa Wobig

Nun schon zum 4. Mal war ich mit Paul Huber (Alpinschule Kappl/Tirol) in den Alpen unterwegs.

Dieses Mal sollten es die Zillertaler sein, mit Besteigung des Olperers natürlich (3476 m). Doch in jener Augustwoche fehlte das sonnige Bilderbuchwetter, sodass Paul den Tourenverlauf etwas abändern musste, dennoch war es eine Tourenwoche mit besonderen Höhepunkten und Erlebnissen. Hier seien nur wenige Beispiele erwähnt.

Sehr besonders war unsere erste Übernachtung auf der Berliner Hütte von 1879. Sie steht unter Denkmalschutz. Dieses prächtige und gut geführte Haus muss man gesehen haben! Mehr will ich nicht verraten. - Dann der Aufstieg zum Schönbichler Horn 3133 m, er war geradezu ein Härtetest - und das am Anfang! Mit Regenhose und Regenponcho, Mütze und Handschuhen stiegen wir fast durch alle „Schlechtwetterzonen“:

 

Nieselregen – Schneeregen – Schneematsch – Schnee – kalter Wind ...

Nach 3 Stunden Gehzeit war kein Schuh mehr trocken. Unsere Füße machten ein feucht-warmes Dauerfußbad. Auf dem Gipfel angekommen, hielten wir es nicht lange aus – wenig Sicht – recht frisch – unfreundliche Bergschönheit, dennoch besonders! So strebten wir schnell dem Furtschaglhaus zu. Dort wurden wir vom Hüttenehepaar überaus nett und fürsorglich begrüßt.

Die Schuhe wurden mit Zeitung ausgestopft, der Trockenraum war knallwarm, der Apfelstrudel zum Verzehren fertig – tat das gut! Mit trockenen Schuhen konnte am nächsten Tag die Tour fortgesetzt werden. Der Olperer, auf den ich mich natürlich sehr gefreut hatte, war meistens in Wolken gehüllt, und es hatte in dieser Höhe viel geschneit. So schlug Paul vor, den Hohen Riffler zu besteigen. Normalerweise ein leichter Gipfel, jedoch bei Schnee eine gute Herausforderung.

So ist man erfreut, sich nach der Kraxelei über Felsbrocken vielfältigster Art, garniert mit reichlich Schnee, ins Gipfelbuch eintragen zu können. Gut trainiert hatte ich die Woche begonnen – mit einer super Kondition und viel Fröhlichkeit im Herzen verabschiedete ich mich schließlich von unserem Bergführer. Unter seiner Führung hatte ich mich wieder sehr wohl gefühlt. Paul ist ein Bergführer, der sehr viel Ruhe, Gelassenheit und Sicherheit ausstrahlt; diese Eigenschaften sind verbunden mit Können und Kompetenz. Ich finde, die 50 Plus Touren sind ein gutes Angebot. Sie ermöglichen älteren Bergsteigern Touren zu machen, die man allein nicht machen könnte. - Und immer wieder lernt man hinzu. Z.B. Man sollte so Bergsteigen, dass man immer noch Kraftreserven hat (gemäßigtes, gleichmäßiges Tempo).

So kann man erstaunliche Leistungen erbringen und die Schönheit der Berge ohne Stress genießen. Nur schade, dass unsere Gruppe in diesem Jahr recht klein war. Obwohl sich die Sonne wenig blicken ließ, waren es wieder erlebnisreiche Tage, die man nicht vergisst.

 

Alfonsa Wobig

(auch mit 65 noch sehr bergbegeistert)