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Zu zehnt auf dem Rheinsteig

Der 1.Tag (21.04.09) beginnt mit der Zugfahrt bis nach Braubach (ca. 10 km südlich von Koblenz), Ankunft ist um 12:10 Uhr. Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite. Wir steigen in den Rheinsteig unterhalb der Marksburg ein und gehen dann steil bergauf auf ca. 250 m. Der Ausblick, der uns erwartet ist grandios (gelinde ausgedrückt). Wir wandern auf dem Höhenweg weiter und genießen die „Rheinblicke“. Es geht jetzt immer weiter auf diesem Höhenweg, bis wir dann von oben den Ort Kamp-Bornhofen sehen und auf der anderen Seiten des Rheins Boppard. Wir sind gegen 18:30 Uhr nach Kamp-Bornhofen „abgestiegen“, kamen am Friedhof (der Rheinsteigabgang endete in vielen Orten am Friedhof) heraus und sahen jetzt den Rhein zum Anfassen. Wir hatten 19 km geschafft, dies beinhaltete 640 m Auf- und Abstiege, wir sind 3-mal bergauf und 3-mal bergab gewandert.

Der 2. Tag (22.04.09) führt uns von Kamp-Bornhofen nach Kestert, d. h. erst einmal wieder bergauf an den Rheinsteig. Der Ausblick wieder faszinierend und das Wetter herrlich. Wir gehen durch helle, frisch ergrünte Laubwälder und sehen in der Ferne die Burgen Sterrenberg und Liebenstein. Wandern auf dem markierten Weg bis nach Lykershausen und von dort zum Aussichtspunkt Hindenburghöhe. Jetzt geht es teilweise stark bergab in den Ort Kestert, hier wieder Rhein zum Anfassen.

Der 3.Tag (23.04.09) bringt uns als erstes wieder nach oben an den Rheinsteig. Wir wandern heute nach St. Goarshausen. Da wir nur 19 km zu bewältigen haben, nehmen wir noch die Pulsbachklamm mit. Wieder oben geht es vorbei an der Burg Maus in Richtung St. Goarshausen, wieder bei herrlichem Wetter und überwältigenden Rheinblicken.

Der 4. Tag (24.04.09) geht über Patersberg, die Burg Katz und die Loreley ins Landesinnere nach Dörscheid (ohne Rheinblick). Dies ist eine längere Wandertour von 24 km, der Auf-/Abstieg ist ca. 850 m. Nur mal als Vergleich: hätten wir die Straße in St. Goarshausen bis zum Aufstieg zur Burg Katz benutzt, wären wir ca. 10 Minuten gegangen, wir sind aber dem Rheinsteig bedingungslos gefolgt und haben dadurch 1½ Stunden benötigt. Wir sind 3-mal bergan und 3-mal bergab gewandert.

Der 5. Tag (25.04.09) führt uns von Dörscheid nach Lorch-Espenschied. Heute müssen wir nicht zum Anfang bergauf sondern bergab wandern in Richtung Kaub. Von oben hat man einen guten Blick auf die Burg Pfalzgrabenstein, die ziemlich mittig im Rhein liegt. Jetzt geht es etwas hügelig wieder durch wunderschöne Laubwälder mit einer Höhendifferenz von ca. 500 m und einer Wanderstrecke von 23 km. Lorch-Espenschied liegt im Landesinneren, kein Rheinkontaktblick.

Am 6. Tag (26.04.09) bringt uns der Ruf-Bus zurück nach Lorch. Hier geht es auf dem Rheinsteig weiter nach Aßmannshausen. Jetzt gibt es wieder herrliche Rheinblicke, Weinberge soweit das Auge reicht und zahlreiche quittegelbe Rapsfelder und Sonne pur, einfach unbeschreiblich. Es wird jetzt etwas flacher, die Auf-und Abstiege sind nur noch ca. 450 m, die Wanderstrecke ist heute 19 km. Heute wieder Rheinkontakt, die Stärke der Strömung ist beachtlich.

Der 7. Tag (27.04.09) Es geht von Aßmannshausen bergauf, zum Jagdschloss Niederwald. Hier wieder viele Weinberge, schöne Ausblicke, ruhige An- und Abstiege. Wir sehen von oben den Mäuseturm, der mitten im Rhein der Strömung trotzt. Es geht weiter zum Niederwalddenkmal (Germania) mit Ausblick auf Rüdesheim und auf der anderen Rheinseite Bingen. Der Weg geht ins Landesinnere zur Abtei Hildegard über Marienthal nach Johannisberg, wo wir im Kloster Johannisberg übernachten. An diesem Tag wandern wir 24 km, die Auf-und Abstiege noch ca. 300 bis 400 m.

Der 8. Tag (28.04.09) führt uns wiederum durch wunderschöne Laubwälder und Weinberge nach Kiedrich. Wir haben an diesem Tag das erste Mal Regenwetter, wir sehen den Rhein selten und gehen heute 19 km, die Auf-und Abstiege noch ca. 300-350 m.
Der 9. Tag (29.04.09) bringt uns nach Wiesbaden-Schierstein. Es regnet nicht mehr, wir gehen wieder durch herrlich grüne Laubwälder sehen Blindschleichen und einen Feuersalamander, wandern durch Weinberge, nur ganz selten kleine „Rheindurchblicke“. In Frauenstein gehen wir um die Ruine Frauenstein herum und dann steil bergauf zum Goethestein. Jetzt geht es leicht bergab durch Weinberge zum Hafen Wiesbaden-Schierstein, diese Wanderung ist 22 km lang und die Auf- bzw. Abstiege ca. 250 bis 400 m.

Der letzte Tag (30.04.09): Rückfahrt nach Hamburg. Wir sind insgesamt 188 km gewandert, am Anfang der Wanderung mit vielem Bergauf- und Bergabgehen, herrlichsten Ausblicken auf Vater Rhein, und das Wetter hat sehr gut mitgespielt. Des Weiteren ist der Rheinsteig hervorragend ausgeschildert, ein Verlaufen unmöglich.

Elke Finzel