
Grünkohlwanderung der Bergsteiger - Regen, Rehe und reichlich Kohldampf
Zum vierten Mal brachen die Bergsteiger im Januar zur Grünkohltour auf. Frei nach dem Motto Wenig wandern, viel essen kamen auch die jüngsten Teilnehmer auf ihre Kosten.
Es hätten auch die Dreharbeiten zu Unterwegs mit den Hobbits sein können: Bis zur Unkenntlichkeit in Regenponchos und skurrilen Mützen verpackt, stand die Gruppe Wanderwilliger auf dem Parkplatz der Pony-Waldschänke im Klövensteen. Es schüttete aus Eimern, die Wege waren aufgeweicht, der Wald vom Sturm der Vortage gezeichnet nur die gute Laune hatte nicht gelitten. Trotz des wilden Wetters hatten sich fast 40 Wanderer eingefunden. Neue Gesichter waren darunter, aber auch alte mit neuer Optik: Heinrich ohne Brille wirkte glatt zehn Jahre jünger. Bronja (7) und Thilo (8) gelten bereits als alte Hasen der Grünkohltour, als Frischling präsentierte sich der Grothkopp-Nachwuchs: Frederika (1) gab ihr Debüt im Kinderwagen. Gut geschützt und sanft gerüttelt auf den Waldwegen, verschlief sie friedlich einen großen Teil der Wanderung.
Der Klövensteen wurde bei diesem Wetter auch für den letzten Unwissenden als ehemaliges Feuchtgebiet erkennbar. Der Gang durch das Wildgehege offenbarte wieder einmal die wahren Naturfreunde unter den DAVMitgliedern. Guck mal, ein neuer Pelzkragen wurde der Iltis freundlich begrüßt. Beim Anblick des Damwilds ließ die leckere Assoziation am besten mit Preiselbeeren nicht lange auf sich warten.
Auf sich warten ließ allein der Grünkohl in der Waldschänke. Obwohl von Helmut Manz und seiner Frau alles bestens organisiert, brauchte das Lokal anderthalb Stunden, bis serviert wurde. Da hing so manchem der Magen in den Kniekehlen (besonders auch denen, die nur zum Essen erschienen waren). Den Kindern wars egal. Frederika mampfte zufrieden ihren Babypamps, die beiden anderen besuchten die Viecher auf dem Ponyhof. Der harte Kern ließ Mittag gleich in Kaffee und Kuchen übergehen und tagte noch bis halb fünf.
Wir sind gespannt, wo Horst Hass und seine Frau Ingrid uns im nächsten Jahr hinführen werden egal, wie das Wetter auch wird.
Martina Hancke


