
Jugendreferenten - Jahresbericht 2006
Damit ich überhaupt noch den Überblick behalte, was so alles in unserer Jugend veranstaltet wird, habe ich mir inzwischen einen Kalender an die Wand gehängt, in der alle Aktivitäten der inzwischen 13 Jugendgruppen aufgeführt sind. Er ist voll. Dies verdanken wir den ca. 50 unermüdlichen ehrenamtlichen Jugendleitern und Helfern, ohne die eine solche Jugendarbeit nicht zu schaffen und auch nicht zu finanzieren wäre. Wenn man sich die inzwischen zentral gepflegte Warteliste und die täglichen Anfragen im Kletterzentrum anschaut, so könnte man sicher noch mal so viele Jugendgruppen eröffnen und bräuchte sich trotzdem um die Teilnehmer keine Sorgen zu machen. Das ist nicht das Problem. Es gilt, qualifizierte und engagierte Leute zu finden, die sich bereit erklären, in der Leitung einer neuen Gruppe mitzuwirken. Dabei freut es mich, mit der Unterstützung der schon aktiven Leiter immer wieder neue Kandidaten genannt zu bekommen und auf diese Weise derzeit auf einen Schnitt von zwei neu gegründeten Jugendgruppen pro Jahr zu kommen. Auch jetzt zeichnet sich bei den Jugendsportkletterern eine Bouldergruppe und im Breitensport wieder eine Gruppe für 5-8-Jährige ab.
Silke Loges
Die folgende Kritik galt dem alten Vorstand (01.08.2007, slo):
Weniger erfreulich ist dagegen derzeit die Vorstandsarbeit. Ich wurde gerade kürzlich gefragt, was wir denn eigentlich wollen, es laufe doch alles super. Das ist nach außen hin sicherlich der Fall, jedoch kann der Weg dorthin in meinen Augen besser gewählt werden. So wurden in der jüngsten Zeit Ehrenamtliche, Mitarbeiter und die fachlichen Kapazitäten des Vereines nicht ausreichend genutzt, gehört oder sogar vergrätzt. Sicherlich ist Delegieren eine schwere Aufgabe, aber nur so kommen wir in unserem Verein weiter. Als Jugendleiter habe ich folgende Erfahrung gemacht: am Ende eines Hüttenaufenthaltes kann man zwei Herangehensweisen beim Putzen verfolgen: Entweder man macht es selbst, dann ist man schnell fertig, hat aber auch noch Jahre später die Arbeit an der Backe. Oder man delegiert es an die Teilnehmer, steht mit Rat zur Seite und nimmt in Kauf, dass es nicht ganz perfekt ist, dann dauert es zwar länger, aber man hat später wesentlich weniger Arbeit. Ich würde mir wünschen, dass wir in unserem Verein wieder viel mehr das vorhandene Know-how nutzen und gemeinsam mit den Betroffenen argumentativ einen Konsens erarbeiten. Ein gelungenes Beispiel ist unsere Neue Kletterhalle. Hier haben sich die Vertreter ehemals auf einer Mitgliederversammlung sehr zerstrittener Gruppierungen und Interessen gemeinsam an einen Tisch gesetzt, sich ausgetauscht und im Endeffekt eine Halle konzeptioniert, die allen Ansprüchen genügt. Nicht so im Vorstand. Wir haben einen Vorstand aus derzeit sechs Personen (eigentlich sieben) für die Führung unserer Vereinsgeschäfte gewählt. In der letzten Zeit fällt aber nur der aus drei Personen bestehende gesetzliche Vorstand die Entscheidungen und stellt die übrigen Vorstandsmitglieder vor vollendete Tatsachen. Auch eine nachträgliche argumentative Diskussion ist nicht gewünscht und größtenteils wird man nur unzureichend informiert. Hier muss sich dringend was ändern, denn so sehe ich keine Zukunft in der Zusammenarbeit.


