
Wegebau der Jugend auf der Niederelbehütte 2009
Schon im letzten Jahr trafen sich 15 Jugendliche auf unserer Hütte im Verwall, um die Wege auf Vordermann zu bringen. Dieses Jahr waren es mit 6 zwar weniger, gearbeitet wurde jedoch mindestens genauso hart. Dazu kamen noch 4 Kieler, darunter auch Andreas Töpperwien (1. Vors. Sektion Kiel), der uns wieder mit Rat und Tat zur Seite stand. An 5 Tagen wurde dabei mit Spitzhacke, Schaufel und Wendeeisen den Wegabschneidern, Auswaschungen und Rutschpassagen der Kampf angesagt.

- Steine werden in einen parallel verlaufenden Weg gelegt, um diesen unbegehbar zu machen.
Schnell wurde allen klar, dass Wegebau nicht nur dem Wanderer das Laufen über Stock und Stein erleichtern soll, sondern vor allem praktizierter Naturschutz ist. Wegabschneider werden unbegehbar gemacht, indem viele möglichst große Steine hineingelegt werden. Oft muss dazu erst einmal entschieden werden, welches der eigentliche Wanderweg sein soll. Die Teilnehmer versetzten sich dazu in die Lage des Wanderers und diskutierten über die Vor- und Nachteile des einen und des anderen Weges. Motivierend war zu sehen, dass die Arbeit des letzten Jahres schon fruchtet. So sind die Grassoden, die abgestochen und in einen parallel verlaufenden Weg gelegt wurden, angewachsen. Jetzt wird wieder nur ein Weg genutzt. Es wird jedoch auch oft deutlich, wie lange die Vegetation in dieser Höhe braucht, um sich zu erholen.

- Links der ehemalige Weg, in dem die Grassoden vom letzten Jahr schon angewachsen sind (oberhalb der Diasbahn auf dem Weg zur Edmund-Graf Hütte).
Auch der Klimawandel erhält Einzug in den Wegebau. Der Übergang von der Niederelbehütte zur Kieler Wetterhütte ist oft durch 3 große Schneefelder charakterisiert. Diese Schneefelder nun Mitte August, so dass teilweise ein neuer Weg im Schuttkar geschaffen werden muss, indem eine Steinmauer das Nachrutschen von Geröll verhindert. An diesem Tag hat uns ein Reporter vom DAV-Panorama Heft begleitet, um einen Artikel über ehrenamtlichen Wegebau zu schreiben. Ganz sicher ein gutes Zeichen.
Thorben Feilke (1. Jugendreferent)

- Setzen der bergseitigen Mauer auf dem Weg zur Kieler Wetterhütte.


