
Kurs Fels-Eis auf dem Ramolhaus
Treffpunkt für den gemeinsamen Aufstieg zum Ramolhaus 13:00 Uhr Hotel Edelweiß Obergurgl. Bei der Ankunft gegen 12:00 Uhr habe ich Wilfried bei einem Kaltgetränk im Bistrobereich getroffen. Nachdem ich mein Gepäck zu den anderen Gepäckstücken gepackt hatte, haben wir gemeinsam auf den Rest gewartet. Alle trudelten so nach und nach ein, alle ... nein einer fehlte noch. Nachdem Jens seine Mailbox abgehört hatte, konnten wir auch los, denn Björn war schon am Vortag zum Ramolhaus aufgestiegen. Pünktlich um 13:00 Uhr begann es wolkenbruchartig zu regnen und so verschoben wir den Abmarsch um ein halbe Stunde. Der Regen hatte nachgelassen und wir machten uns auf den Weg zum Ramolhaus. Stetig ging es nach oben und hinter einer Kurve tauchte es auf, das Ramolhaus, doch bis dahin lagen noch einige Höhenmeter vor uns. Björn sah uns schon erwartungsvoll entgegen. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten kehrten wir in den Gastraum zurück und warteten gespannt auf das Abendessen. Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Suppe, Salat, Hauptgericht und Dessert. Alles liebevoll angerichtet und neben Gaumenschmaus auch etwas fürs Auge.
Nach dem Abendessen haben Jens und Wilfried noch den groben Ablauf des Kurses und die Ziele am nächsten Tag aufskizziert.
Am nächsten Morgen ...
Am nächsten Morgen ging es bei Sichtweiten um 50 m über Schneefelder zum nächstgelegenen Gletscher. Anziehen der Steigeisen und ab aufs Eis, nicht einfach loslatschen, sondern fester Tritt und sauberes Setzen der Steigeisen verhindert kaputte Hosen und ungewollte Schlitterpartien. Mit diversen Übungen wurden die Trittsicherheit und das Vertrauen in die Steigeisen gefestigt. Nachdem alle eine gewisse Grundsicherheit gewonnen hatten wurden noch erste Übungen zum Gehen in Seilschaften durchgeführt. Am Nachmittag erklärte Jens uns noch wie der Ablauf bei einer Spaltenbergung abläuft. Auf dem Rückweg haben wir noch das Abbremsen auf Firnfeldern geübt. Angenässt und mit vielen neuen Erfahrungen kehrten wir in die warme Hütte zurück. Nach dem Abendessen war eigenständiges Planen für den nächsten Tag angesagt. Mit Führer, Karten und Wetterbericht ging es daran, mögliche Tagesziele für den nächsten Tag abzuwägen. Nach längeren Diskussionen wurde das Tagesziel festlegt, die .....
Am nächsten Morgen ging es früh ...
Am nächsten Morgen ging es früh und bei strahlendem Sonnenschein dem Gipfel entgegen. Exakt nach Zeitplan erreichten wir die Zwischenpunkte und den Gipfel und kehrten nach einer Pause zur Hütte zurück. Jens, Patric und Niklas machten noch einen Abstecher in den Klettergarten oberhalb des Ramolhauses. Der Rest der Gruppe kehrte schon zur Hütte zurück und machte dann Wetterkunde live. Entsprechend der Prognose der Wetterfrösche fing es am späten Nachmittag an zu regnen. Unsere Kletterer hatten eine super Zeiteinteilung und kamen zusammen mit den ersten Regentropfen an der Hütte an. Am nächsten Tag stand Spaltenbergung auf dem Programm. An einem großen Windkoog wurde die Spaltenbergung in kleinen Gruppen geübt. Alle Positionen und verschiedene Varianten der Bergung wurden von jedem ausprobiert/geübt. Im Sonnenschein machte es allen viel Spaß. Am Ende wurde noch ein Toprope eingerichtet und im Windkoog noch mit Eisgeräten geklettert. Auf dem Rückweg bog Jens mit Björn und Niklas in den Klettergarten ab. Am Abend wurde noch kurz das Ziel für den nächsten Tag festgelegt, die Schafkogelspitze. Früh am Morgen ging es los, quer durch ein Blockfeld. Kleine Steinmännchen wiesen ab und zu den Weg durch das Steinlabyrinth. Am Ende des Steinfeldes zogen wir die Steigeisen an und querten die Firnfelder zur ...scharte. Im Laufe der nachfolgenden Gratwanderung musste ich die Gipfelbesteigung abbrechen, und so kehrten Wilfried, Jonas und ich vorzeitig zurück. Der Rest machte sich weiter auf den Weg zum Gipfel. Als wir am Steinfeld angekommen waren und ausgiebig Pause gemacht hatten, fing Wilfried an, die vorhandenen Steinmännchen zu Männern zu machen. An vielen Stellen wurden weitere Steinmänner ergänzt und so brauchten wir viel Zeit zurück zur Hütte. Als wir bei der Hütte ankamen sahen wir den Rest unserer Gruppe schon auf dem Rückweg. Dank des gut markierten Weges durch das Steinfeld kam die Gruppe rechtzeitig vor Beginn des Gewitters am Ramolhaus an.
Am nächsten Morgen brachen ...
Am nächsten Morgen brachen wir wieder früh auf Richtung großem Ramolkogel. Ohne Schwierigkeiten erreichten wir den mittleren Ramolkogel. Hier machten Jonas und Sabine unter der Führung von Jens kehrt und der Rest strebte weiter zum großen Ramolkogel. Nach kurzer Gipfelrast machten wir uns auf den Rückweg, denn wie jeden Tag waren auch für heute Nachmittagsgewitter angesagt. Im Schutze der Hütte angekommen ließ das Gewitter auch nicht lange auf sich warten und so mancher Wanderer auf dem Weg von und nach Obergurgl wurde vom Regen durchnässt.
Am letzten Tag ließen wir den Kurs ruhig ausklingen mit Bohren und Dokumentieren im Klettergarten, sowie praktischem Standplatzbau im Fels. Am nächsten Tag war leider schon alles vorbei, aber im nächsten Winter warten sicher schon Eiskletterkurse und ein Aufbaukurs Fels-Eis. Der Abschied von der Hütte fiel nicht leicht, nicht nur das exzellente Essen, sondern auch die gesamte Hüttenatmosphäre werden mich aber sicher wieder hierher zurückkehren lassen.
Holger Loges




























