Gruppentreffen im Kletterzentrum
Wir treffen uns zum klettern und gegenseitigem Kennenlernen im Kletterzentrum.

Wir treffen uns zum klettern und gegenseitigem Kennenlernen im Kletterzentrum.

„Was ich nicht wusste habe ich mir erwandert“.
Alexander von Humboldt
„Natürlich ist der Camino de Santiago für jeden Reise- Fotografen eine dankbare Aufgabe, weil es schöne Städte, mittelalterliche Dörfer und herrliche Landschaften zu fotografieren gibt. Aber noch interessanter und wichtiger ist während der 800km- Wanderung von den Pyrenäen nach Santiago de Compostela der permanente Kontakt und Austausch mit Gleichgesinnten und nebenbei auch die eigenen `Seelenlandschaften` wieder zu entdecken“, so das Resumé von Hartmut Pönitz nach 3 Monaten auf Spaniens berühmtesten Pilger- und Wanderweg.
Warum erlebt der `Jakobsweg` einen solchen Zulauf? Viele Menschen in unseren modernen westlichen Gesellschaften leiden unter einer Lebensgeschwindigkeit, die am Limit ist. Menschen, die z.B. jahrelang auf Kosten ihrer Gesundheit das gemacht haben, was man als Karriere bezeichnet, erleben, wie zufrieden es machen kann, einfach genug Trinkwasser zu haben. Wasser und Wandern entschlacken den Körper, Muskulatur baut sich auf, man erfährt seinen Körper und sich selbst neu, die Atmung bekommt einen Rhythmus, der sich ein Stück weit sogar auf das Leben überträgt. Man lernt die Dinge gelassener zu sehen.
Je nachdem wie die persönliche Vorgeschichte des Einzelnen aussah wird es auf dem Jakobsweg allerdings noch nicht jedem Menschen gut gehen. 30 Km bei 30 Grad sind keine Entspannungsübung. Entspannung kommt immer erst nach der Erschöpfung.
Das Landschaftserlebnis und die allgegenwärtige(n) Geschichte(n) entlang des Jakobswegs sind für Körper und Seele die reinste Therapie.
Hinzu kommen die Begegnungen und der Austausch mit Gleichgesinnten. Was man abends im Refugio erfahren hat, wird am nächsten Tag, oft mit frisch geschlossenen Freundschaften in aller Ruhe noch mal gedanklich durchgekaut. Endlich hat man mal Zeit! Fernsehen und Zeitung sind weit weg!
„Auf keiner meiner bisherigen Reisen habe ich im Gespräch mit Menschen aus aller Herren Länder in so kurzer Zeit so viel für mich persönlich hinzugewinnen können. Insofern muss es nicht verwundern, dass viele Wanderer bzw. Pilgerer anschließend den Eindruck haben, der Jakobsweg habe ihrem Leben eine andere Richtung gegeben.“